Mit JobRad der Umwelt helfen

Abgase, Staus, Lärm und zugeparkte Flächen – vor allem in Ballungsgebieten belastet der motorisierte Verkehr Umwelt und Klima erheblich. In einigen deutschen Städten gelten bereits Fahrverbote, weitere werden vermutlich folgen, weil Grenzwerte für Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid permanent überschritten werden. Fahrräder und E-Bikes sind emissionsfrei, verursachen weder Staus noch Lärm und sparen Platz.

Bessere Luftqualität in Innenstädten

Radeln in Zahlen: Einsparung in Stickstoffdioxid

Weltweit leiden Menschen, Tiere und Pflanzen unter verunreinigter Luft. Feinstaub, Stickoxide und bodennahes Ozon gefährden die Gesundheit und die Artenvielfalt – in Deutschland sind insbesondere städtische Regionen betroffen. Dort verursacht der Straßenverkehr laut Bundesumweltamt mit Abstand die meisten Luftschadstoffe. Beispiel Stickstoffdioxid: In Innenstädten sind Autos, Busse und LKW laut Umweltbundesamt für bis zu 80 Prozent der NO2-Emissionen verantwortlich. Das Gas führt zu Atemwegserkrankungen und erhöht das Krebsrisiko. 

Die gute Nachricht: Wer vom Auto aufs Fahrrad oder E-Bike mit Öko-Strom umsteigt, senkt seine Emissionen mit einem Schlag auf Null.

Der gesamtgesellschaftliche Nutzen des Radfahrens

Jeder gefahrene Autokilometer verursacht in Deutschland laut Stefan Gössling von der Universität Lund in Schweden gesellschaftliche Kosten von 20 Cent. In seinen Berechnungen wurden Parameter und Faktorkosten wie Klimawandel, Subventionen, Lärm, Infrastruktur, Parken, Reisezeit, Staus, erhöhte Lebenserwartung und Unfälle einbezogen.

Die gute Nachricht: Das Fahrrad erwirtschaftet laut Gössling hingegen pro gefahrenem Kilometer einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen von 30 Cent.

Radeln nach Zahlen: Gesamtgesellschaftlicher Nutzen pro Fahrradkilometer

Geringerer Flächenverbrauch und weniger Lärm

Radeln nach Zahlen: Mehr Fläche und weniger Lärm

Rund um den Globus beanspruchen Siedlungen und Verkehr immer mehr Fläche. Asphalt und Beton drängen Tiere und Pflanzen zurück – und weil versiegelte Böden Überschwemmungen begünstigen, wird die "Betonflut" auch für den Menschen zunehmend zur Gefahr. In Deutschland werden täglich laut Umweltbundesamt mehrere Hektar Natur- und Ackerfläche für Verkehrszwecke bebaut. Hauptnutzer von Straßen und Stellplätzen ist der motorisierte Straßenverkehr, der Mensch und Natur darüber hinaus auch akustisch zusetzt: In Deutschland fühlt sich mehr als die Hälfte der Menschen von Verkehrslärm belästigt. 

Die gute Nachricht: Laut Umweltbundesamt benötigen Fahrräder nur ein Zehntel der Fläche, die der motorisierte Verkehr für sich beansprucht. Und leiser sind sie ohnehin.

Beitrag zum Klimaschutz

Unser Planet ist vom Klimawandel bedroht, das wissen wir nicht erst, seit Fridays for Future darauf aufmerksam macht. Auch in Deutschland trägt der Verkehrssektor mit zur Klimaerwärmung bei: Der motorisierte Straßenverkehr ist laut Studien für rund 20 Prozent des bundesweiten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich. Verkehrsforscher der TU Dresden haben ermittelt, dass Deutschland jährlich knapp drei Millionen Tonnen CO2 einsparen könnte, würde nur jede zweite Autofahrt unter fünf Kilometern stattdessen mit dem Rad zurückgelegt.

Die gute Nachricht: Wer vom Auto aufs Fahrrad oder E-Bike umsteigt, spart laut Umweltbundesamt pro Personenkilometer etwa 138 Gramm des Klimagases ein.

Radeln nach Zahlen: Weniger Klimagase für die Umwelt
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