Neuer Radverkehrsplan: Deutschland ist Fahrradland ...

Im April hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Nationalen Radverkehrsplan 3.0 vorgestellt. Das Papier sieht vor, Deutschland bis 2030 zum „Fahrradpendlerland“ zu entwickeln. Dabei sollen Diensträder und Mobilitätsbudgets eine entscheidende Rolle spielen. Kann das gelingen?

... und Diensträder sind die neuen Dienstwagen!

Zwei JobRadler im Straßenverkehr mit Autos

Wir schreiben das Jahr 2030: Deutschland ist Fahrradland, ein Paradies für Radelnde. Denn: Radwege verbinden Städte und Dörfer lückenlos. Geschützte Radfahrstreifen trennen Auto- und Radverkehr, Kreuzungen sind radlsicher und es gibt Langsamfahrspuren. Kinder pedalieren dort ohne Angst zur Schule, Eltern transportieren mit Lastenrädern ihren Nachwuchs und ihre Einkäufe, ältere Menschen steigen wieder gern aufs Velo. Kurzum: Die Menschen in Deutschland fühlen sich auf ihren Fahrrädern sicher und es passieren kaum noch schwere (Fahrrad-)Unfälle. 

Und Berufstätige – egal wo sie leben – nutzen ihr Dienstrad und die moderne Radinfrastruktur, um zum Arbeitsplatz zu kommen – selbst wenn dieser 20 Kilometer vom Wohnort entfernt liegt. Unternehmen stellen ihren Angestellten hierfür Mobilitätsbudgets zur Verfügung. Das (Dienst-)Rad – mit und ohne elektrischen Antrieb – ist längst selbstverständlich geworden. Es ist ein Lebensgefühl, ein Zeichen für Klimaschutz und Solidarität.
 

Klingt utopisch? Ist es aber nicht ...

… oder jedenfalls nicht ganz. Zurück ins Jahr 2021, in dem die Weichen für diese Vision gestellt werden: Am 21. April 2021 hat die Bundesregierung den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP 3.0) verabschiedet. „Mit unserem neuen Nationalen Radverkehrsplan machen wir Deutschland zum Fahrradland“, sagt Andreas Scheuer. Wenn die Umsetzung gelingt, bedeutet das einen Paradigmenwechsel im Verkehrsministerium und eine Abkehr vom Fokus auf das Auto.

Was der NRVP 3.0 unter anderem vorsieht: Mehr, besserer und sicherer Radverkehr – in der Stadt und auf dem Land. Dafür soll die Zahl der Wege, die pro Person und Jahr geradelt werden von 120 auf 180 ansteigen, die durchschnittliche Länge der mit dem Rad gefahrenen Wege sich von 3,7 auf sechs Kilometer erhöhen. Außerdem soll die Zahl der im Verkehr getöteten Radfahrenden um 40 Prozent im Vergleich zu 2019 sinken. 

Für den NRVP 3.0 gibt es von der Fahrradlobby und Radaktivistinnen größtenteils Lob, auch wenn die angestrebten Ziele erst einmal nur Leitlinien für Bund, Länder, Kommunen und Wissenschaft sind. Wann, wie und wer diese Leitlinien umsetzt, ist jedoch derzeit noch unklar. Es wird ganz maßgeblich von der nächsten Bundesregierung abhängen, Deutschland tatsächlich zum Fahrradland zu machen und den Ankündigungen aus dem NRVP 3.0 Taten folgen zu lassen.

Ausbau von Dienstradleasing-Angeboten

Das Papier sieht auch vor, dass Unternehmen Dienstradleasing-Angebote weiter ausbauen und Mobilitätsbudgets einführen. Damit sind Firmen, die bereits jetzt JobRäder anbieten, schon heute auf dem Weg in die neue Zukunft der Mobilität. „Wir begrüßen den neuen Radverkehrsplan“, sagt auch JobRad-Gründer Ulrich Prediger. „Es freut uns, dass das Papier auch den Ausbau von Dienstradangeboten mitdenkt. Der nächste Schritt sollte sein, das Dienstrad noch stärker im Einkommenssteuergesetz zu verankern und die Besteuerung von Dienstfahrzeugen am CO2-Ausstoß auszurichten.“

JobRad-Geschäftsführer Ulrich Prediger fährt Fahrrad frontal

JobRad-Gründer Ulrich Prediger 

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