Das Fahrrad-Einmaleins

Wenn aus einem Fahrrad ein Pedelec bzw. E-Bike wird

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Fahrräder

Die Qual der Wahl und was man bei der Anschaffung von verschiedenen Rad-Typen alles beachten muss

Der wichtigste Unterscheidungsfaktor der Diensträder liegt bei der Art und Weise, wie das Bike fortbewegt wird. Generell unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Typen: Den klassischen Fahrrädern, den sogenannten Pedelecs und S-Pedelecs sowie den E-Bikes, wobei die letzten drei gemeinhin unter dem weitreichenden Begriff E-Bike, Elektrofahrrad oder auch Elektrorad geführt werden.

Für das JobRad-Konzept kann jeder dieser Fahrrad-Typen unter Anwendung der 1 %-Regelung als Dienstrad geleast werden.

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Elektrofahrräder

Pedelecs

Im Vergleich zum Fahrrad sind die sogenannten Pedelecs noch sehr jung am Markt. Bei einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) wird der Fahrer beim Pedalieren von einem Elektro-antrieb (max. 250 Watt) bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Wer schneller als 25 km/h fahren will, muss ohne Tretunterstützung auskommen und ausschließlich auf eigene Muskelkraft setzen. Der Unterstützungsgrad kann dabei in mehreren Stufen eingestellt werden und ist abhängig von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers. Rechtlich gesehen gilt das Pedelec als Fahrrad, weshalb nach der StVO (§ 21a Absatz 2 Satz 1) keine Helmpflicht besteht. Wir empfehlen aber generell das Tragen eines geeigneten Fahrradhelms. Im Normalfall wird keine Zulassung oder ein Führerschein benötigt, allerdings muss berücksichtigt werden, dass einige Pedelecs eine Anfahrtshilfe besitzen, die das Rad ohne Treten bis 6 km/h beschleunigt. Hierfür ist eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich, falls der Fahrer nach dem 01. April 1965 geboren wurde.

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Elektrofahrräder

S-Pedelecs

Ein S-Pedelec (schnelles oder Sport Pedelec) ist in der Funktion mit dem Pedelec vergleichbar, der Fahrer wird beim Pedalieren unterstützt, allerdings wird der Fahrer vom Antrieb (max. 500 Watt) bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt. Aus diesem Grund wird ein S-Pedelec nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad klassifiziert. Dies hat zur Folge, dass einige gesetzliche Besonderheiten beachtet werden müssen: Ein S-Pedelec benötigt sowohl ein Versicherungskennzeichen, welches am Fahrzeugheck montiert sein muss, wie auch mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung (ein PKW-Führerschein reicht ebenfalls aus), wodurch das Mindestalter bei 15 Jahren liegt. Beim S-Pedelec besteht Helmpflicht. Wird ein S-Pedelec z.B. über das JobRad-Konzept geleast, muss der Anfahrtsweg mit 0,03% des Listenpreises versteuert werden (EStG § 8 Absatz 2).

Das S-Pedelec ist aufgrund der möglichen Geschwindigkeit nach aktueller Rechtsauffassung des Bundesverkehrsministeriums ausgeschlossen von Radwegen, innerorts wie außerorts. Auf Fahrradstraßen dürfen S-Pedelecs fahren, wenn das Zusatzzeichen „Kraftfahrzeuge frei“ oder „Krafträder frei“ das Verkehrszeichen „Fahrradstraße“ ergänzt.

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Elektrofahrräder

E-Bikes

Das E-Bike ist ein Elektrorad im engeren Sinne. Es ist mit einem Elektromofa zu vergleichen und wird, im Gegensatz zu den Pedelecs bzw. S-Pedelecs, nicht durch Pedalieren, sondern durch einen Drehknopf oder Schaltknopf in Bewegung versetzt.
Wie bei den S-Pedelecs gilt auch bei den E-Bikes ein Straßenfahrgebot, soweit nicht durch entsprechende Beschilderung ein Befahren des Radweges erlaubt wird. Da ein E-Bike als Kraftfahrzeug gilt benötigt es ein Versicherungskennzeichen, eine Mofa-Prüfbescheinigung und es besteht Helmpflicht. Sehr häufig wird "E-Bike" jedoch auch als Synonym für alle Räder mit elektrischer Unterstützung gebraucht.